DeNeMa Glas GmbH
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Glasinformation

Isolierglas

Isolierverglasung ist eine Verglasung aus zwei (oder mehr) Scheiben, bei der die Zwischenräume zwischen den Scheiben mit Luft, Edelgas oder Gasgemischen gefüllt sind. Je nach Art der Scheibe und Art der Füllung und je nach Abstandsbreite zwischen den Scheiben kann ein Isolierglas eine niedrigere oder eine höhere Isolierwirkung erzielen. Dabei ist Isolierglas keineswegs grundsätzlich ein Wärmeschutzglas. Isolierverglasung kann auch dem Sonnenschutz oder dem Schallschutz dienen.      U-Wert Der U-Wert (früher  K-Wert) ist eine Maß für den Wärmedurchgang durch ein Bauteil und wird in W/(m²K) angegeben. Mit dem U-Wert wird also ausgedrückt, welche Leistung pro m² des Bauteils auf einer Seite benötigt wird, um eine Temperaturdifferenz von1 Kelvin aufrecht zu erhalten. Leistung ist Energie pro Zeiteinheit, deshalb auch: welche Energiemenge pro Zeiteinheit durch den Bauteil fließt. Je kleiner der U-Wert ist, desto besser, weil weniger Wärme durch den Bauteil geleitet wird.    Krypton-Gasfüllung Edelgas, wird zur Verbesserung des U-Wertes bei Isolierglas als Gasfüllung herangezogen.   Argon-Gasfüllung Edelgas, wird zur Verbesserung des U -Wertes bei Isolierglas als Gasfüllung herangezogen.   Sonnenschutzglas Glas, das die langwelligen Wärmestrahlen reflektiert und/oder absorbierte Reflexion: Wird erhöht durch spezielle Bedampfung bzw. Beschichtung der Glasoberfläche.    Warme Kante (Warm edge) Bezeichnung für Isolierglas-Abstandshalter mit verbesserten thermischen Eigenschaften.   Doppelscheiben Effekt Das eingeschlossene Gasvolumen eines Isolierglasverbundes erzeugt durch eine konkave bzw. konvexe Durchbiegung der Scheiben einen Druckausgleich mit dem Umgebungsdruck. Je nach Durchbiegung entstehen unterschiedliche Ansichten bzw. Spiegelbilder.      Isolierglas und Kondensatbildung   Allgemein gilt: Kondensat entsteht, wenn mit Feuchtigkeit gesättigte Luft auf kalte Oberflächen trifft. Luft besitzt zu jeder Temperatur eine entsprechende maximale Wasseraufnahme. Diese ist umso höher, je wärmer die Luft ist, d.h. warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Erreicht die Luftfeuchtigkeit ihr Maximum, so spricht man von 100% relativer Luftfeuchte oder auch dem Sättigungszustand. Die Temperatur dieser gesättigten Luft wird als Taupunkttemperatur bezeichnet. Wird nun gesättigte Luft unter ihren Taupunkt abgekühlt, so sinkt auch das Wasseraufnahmevermögen ab. Als Folge scheidet sich das nun überschüssige Wasser ab. Die Abscheidung erfolgt an den kälteren Grenzflächen, die das Gas abkühlen.    Zur Kondensation an Isoliergläsern kann es prinzipiell an vier Bereichen kommen:  · an der Innenscheibe  · an der Außenscheibe  · am Randbereich  · im Scheibenzwischenraum    Kondensation an der Innenscheibe:Kondensat auf Innenscheiben bildet sich meist in Räumen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit (Bad, Küche). Auch eine Behinderung der Luftzirkulation kann die Niederschlagsneigung fördern (z.B. dicke Vorhänge). Mit steigender Isolierglasqualität steigt die Oberflächentemperatur der Innenscheibe, da der Wärmestrom zur Außenscheibe sehr gering ist. Je höher die Temperatur der Innenscheibe, desto geringer ist deren Neigung zum Beschlagen. Unter welchen Bedingungen es zu einem Beschlagen der Innenscheibe kommen kann, ist dem Taupunkt-Diagramm nach DIN 4701 zu entnehmen:                     Kondensation an der Außenscheibe:Bei qualitativ sehr hochwertigen Isoliergläsern (niedrige U-Werte) findet nur ein sehr geringer Wärmeübergang von Innen nach Außen statt. Deshalb erhöht sich die Temperatur der Außenscheibe kaum. Über Nacht kühlen die Außenscheiben stark ab. In den Morgenstunden ist es möglich, dass die Temperatur der Scheiben die Taupunkttemperatur der angrenzenden Luft weit unterschreitet, was zum Beschlagen führt. Bei Erwärmung verschwindet dieser Beschlag wieder. Kondensation findet verstärkt auf geneigten Glasflächen (Dachfenstern) statt, da geneigte Scheiben stärker abkühlen als senkrecht stehende.Die Kondensation auf der Außenscheibe ist ein Effekt, der durch die hohe Isolationsgüte und physikalische sowie klimatische Randbedingungen unvermeidbar ist. Beschlagene Außenscheiben sind ein Zeichen für beste Isolationseigenschaften!Kondensation am Randbereich: Der Randbereich stellt oft den Schwachpunkt des Bauteiles Fenster dar, da hier konstruktiv notwendige Verbindungen zwischen Innen und Außen und damit Wärmebrücken mit erhöhten Wärmeströmen vorhanden sind. Auch in diesem Bereich wurden u.a. durch Einbau thermisch getrennter Rahmenkonstruktionen und durch die Entwicklung "warmer Kanten" erhebliche Verbesserungen erzielt. Dennoch werden im Randbereich eines Isolierglasfensters die geringsten Oberflächentemperaturen des Fensters verzeichnet, was zur verstärkten Kondensatbildung in diesen Bereichen führen kann. Kondensation im Scheibenzwischenraum: Kommt es zur Kondensation im Scheibenzwischenraum (SZR), so ist dies meist ein Indiz dafür, dass die Isolierglaseinheit undicht ist und dringend ausgetauscht werden sollte. Die Taupunkttemperatur im SZR wird heute auf weniger als -60°C begrenzt. Das heißt, dass eine Neigung zur Kondensation erst bei einer Oberflächentemperatur von weniger als -60°C auftreten darf. Dies wird durch die permanente Trocknung der Luft bzw. des Gases im SZR und dem gasdichten Verbund der Isolierglaseinheit erreicht.   Gibt es Möglichkeiten der Abhilfe?Bei den heutigen Fensterkonstruktionen findet kaum noch ein Luftaustausch statt. Deshalb herrscht in Räumen häufig sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die im Extremfall sogar zur Schimmelbildung führen kann. Richtiges Lüften kann dieses Feuchtigkeitsniveau reduzieren. Eine Viertelstunde mit weit geöffnetem Fenster und im Anschluss mehrere kurze Stoßlüftungen täglich, fördern ein gesundes Raumklima. Ein ganztägig gekipptes Fenster erreicht diesen Effekt nicht!Ebenso sollte die Zirkulation der Raumluft in ausreichendem Maße gewährleistet sein, und nicht durch zu tiefe Fensterbänke, Blumenkästen oder eine schlecht platzierte Heizung erschwert werden.Auch die Beschaffenheit einer Oberfläche kann sich auf die Kondensatmenge auswirken. Hier spielt die Oberflächenspannung eine wichtige Rolle. Durch Anti-Beschlagmittel oder auch durch Spülmittelrückstände wird die Oberflächenspannung geringfügig reduziert und damit die Kondensation erschwert.
Faszination Glas . . . erleben!